Die Schlossruine Hartenstein

Der Gründer der Burg Hartenstein, deren Erbauung um 1150 oder etwas später angenommen werden mag, war ein Osterländischer Edler namens Meinher von Weißenfels. 1406 erwarben die Schönburger Hartenstein mit ihrer weitausgedehnten Grafschaft, die sich von den Ufern des Mülsenbaches bis hinauf zum Fichtelberge erstreckte, als Pfand. Der erste Schönburger, der die Burg Hartenstein pfandweise über- nahm, Veit I., ließ sie auch umbauen. Auf einer bewaldeten Anhöhe - daher der Name Hartenstein, der mit der Harth, dem weitausgedehnten Bergwalde zusammenhängen kann - thronte die alte Burg, deren Standpunkt äußerst glücklich gewählt war Der letzte Fürst, Alexander von Schönburg-Hartenstein, verließ 1945 sein durch amerikanische Bomben zerstörtes Schloss Hartenstein und siedelte mit seiner Familie nach Wien über.

 

Die Burg Stein

Stein ist eine der schönsten Burgen in Sachsen, nicht wegen ihres Umfanges, sondern wegen ihrer ganzen Anlage, an der man die Baugeschichte der alten Feste studieren kann. Ein Brand hat im 18. Jahrhundert viel verwüstet und verwahrlost, und die Wiederherstellung hat Veränderungen mit Rücksicht auf den derzeitigen Gebrauch der Burg getroffen, die uns die Klarheit der Einsicht etwas verwischt haben. Seit 1406 waren die Schönburger Lehnsherren dieser Burg, die sie mit Hartenstein vom Meißner Burggrafen übernahmen. Im Jahre 1632 fiel sie als erbloses und damit erledigtes Lehn dem Hause Schönburg anheim. Zuletzt gehörte die Burg Stein dem Fürsten Günther von Schönburg-Waldenburg. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten von dem Fürsten nicht bewohnt. Neben einigen Gastzimmern war in ihr zeitweilig ein Privatmuseum des Fürsten, eine Rentamts- und Forstverwaltung untergebracht. Seit 1954 ist im alten Teil der Burg ein vielbesuchtes Burg- und Heimatmuseum eingerichtet. In ihm widerspiegelt sich noch einmal, an Hand ausgezeichneter Exponate, die Feudalgeschichte der ehemaligen Grafschaft Hartenstein.

 

Schloss Wolfsbrunn

Der Burg Stein gegenüber liegt inmitten ausgedehnter Parkanlagen das Schloss Wolfsbrunn, eine 1912/13 im Jugendstil errichtete Luxusvilla des Monopolkapitalisten Dr. Karl Georg Wolf, der einer der Hauptaktionäre des Oelsnitz-Lugauer Steinkohlenbergbaus war. Wolf war 38 Jahre lang Aufsichtsratsvorsitzender des Oelsnitzer Steinkohlenwerkes „Deutschland". Wolf konnte es sich durch seinen Reichtum leisten, großzügig den Kunstmäzen zu spielen. „Wolfsbrunn" entstand nach den Plänen des berühmten Baumeisters Emanuel von Seidl. Kunsthandwerker, Bildhauer und bekannte Maler wirkten bei der Innenausstattung mit. Besonders kostbar sind die Deckengemälde (symbolische Darstellung der Tierkreiszeichen) im Musikzimmer, (Schöpfer Prof. Julius Dietz). Die Parkplastiken schufen die Künstler Behn und Wrba.

 

Die Isenburg

Die Geschichte der alten Feste ist vom Dunkel umhüllt. Wer baute sie? Wer zerstörte sie? Wann beides geschah, wer vermag es zu sagen? Die Isenburg gibt uns manches Rätsel auf. Tief im Walde versteckt, liegt sie in Trümmern. Es sind nur noch schwache und wenig kenntliche Überbleibsel von Wall und Graben vorhanden. Dürftige Mauerreste bemerkt man: Es lässt sich noch das unregelmäßige Viereck erkennen, das mehrere Gebäude als Mauer umschloss. Besonders ist noch die Lage des einstigen Bergfrieds zu erkennen, der nach Süden zu vollkommen zerstört ist: Immer mehr bröckelt es, immer mehr stürzt davon herab. Im Jahre 1775 betrug seine Höhe noch 8 Meter. Es muss einst ein mächtiger Turm gewesen sein: Davon zeugen die 3 Meter dicken Mauern. Die Ruine war deshalb so zusammengeschmolzen, weil man 1750 Mauerreste zum Neubau der nahen Wildbacher Kirche benutzte. Als die anfangs erteilte Erlaubnis zurückgezogen wurde, war es zu spät. Die Zerstörung war zu weit fortgeschritten. Es ist klar, dass die Burg gewaltsam zerstört worden ist; dafür sprechen die 1776 vorgefundenen Pfeile, die in der Mauer staken, die Spitzen von solchen und die Schleuderkugeln. Das setzt eine heftige Beschießung voraus.

Das Schloß Wildenfels

Von den zwei Quellbächen des Schönauer Baches umflossen, liegt auf einem großen Bergsporn das Städtchen Wildenfels. Vorn an der Bergnase selbst erhebt sich der älteste Teil der einstigen Burg Wildenfels. Es ist das Kornhaus, ehemaliger Palas der Burg. Mit starken Mauern wächst es aus dem wilden Fels heraus. Vor 1200 ist es entstanden unter der Herrschaft der Herren von Wildenfels als Feudalsitz. Die sich anschließenden Gebäude gehören zum später errichteten Schlosse Wildenfels, in denen ab 1602 bis 1945 die Grafen zu Solms-Wildenfels saßen, deren Besitz durch die Bodenreform in Volkes Hände überging. 1948/49 sollte das Schloss auf Grund der akuten Baustoffknappheit in der Nachkriegszeit und zum Zwecke der Baustoffgewinnung nach Plänen der Landesbodenkommission abgerissen werden und das so gewonnene Material zum Bau von Gehöften für Neubauern verwendet werden. Da aber in Schlema der Uranbergbau, durch die sowjetische Besatzungsmacht vorangetrieben wurde und immer mehr Unterkünfte in den umliegenden Städten und Gemeinden für die zahlreichen Wismutkumpels benötigt wurden, ist es der findigen Idee des damaligen Wildenfelser Bürgermeisters Otto Beier zu verdanken, dass dieses Vorhaben nicht durchgeführt werden konnte. Er quartierte kurzer Hand einige Dutzend Bergleute in das Schloss ein und vereitelte somit das Vorhaben der Landesbodenkommission. Das Schloss selbst bietet 29 Familien Wohnraum. Da es unter Denkmalschutz steht, wurde es laufend restauriert und ist heute eine Begegnungsstätte für junge und alte Menschen mit Interesse für Kultur, Bildung und Architektur. Seit dem Jahr 2000, findet regelmäßig alle zwei Jahre das Rosenfest, auch als Rosenschau bezeichnet, in den Räumlichkeiten des Schlosses statt. Der kunstvoll gestaltete Schlosssaal und das Hochzeitszimmer (Ahnensaal) mit historischen Gemälden von Christian Leberecht Vogel und Franz Theodor Große sowie die sich anschließende Rotunde bieten ein besonderes Ambiente für das Rosenfest, das liebevoll und mit großen Aufwand organisiert und durchgeführt wird.

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